Scham als Hüterin der Würde
IMMENSCHUH, U.; · pflegen: Demenz, Seelze · 2018 · Heft 3 · S. 8 bis 13
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Scham ist die Hüterin der Würde, weil sie anzeigt, wenn Grenzen verletzt werden. Oder anders herum gesagt: Werden Grenzen verletzt, wird die Würde verletzt. Würdeverletzung, so sagt Ralph Stoecker (2017), Philosoph an der Universität Bielefeld, bedeutet, jemanden zu demütigen. Es kann als demütigend empfunden werden, auf Hilfe angewiesen zu sein. „Dass man so leben muss, das ist doch unwürdig, sagen Menschen manchmal, wenn jemand demenziell erkrankt ist. Nach Stoecker fällt aber kein Mensch aus der Würde heraus, egal, wie unselbstständig oder abhängig er oder sie sein möge. Aus der Würde fällt man erst, wenn man…