Weiße Tränen
Hebammenforum, Karlsruhe · 2018 · Heft 1 · S. 51 bis 53
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Als Grund für die sofortige Verabreichung laktationshemmender Medikamente wird häufig angeführt, die Frau vor der zusätzlichen Belastung der Laktation schonen zu wollen. Die Auseinandersetzung mit ihren Brüsten und der Muttermilch sei durch das Fehlen des Kindes besonders schmerzlich und unnötig. Diesem Argument gibt es einige Punkte entgegenzusetzen: Medikamentöses Abstillen wird in der Absicht angeboten, verwaiste Wöchnerinnen vor Leid zu bewahren. Das Leid ist jedoch schon geschehen, man kann die Frau nicht davor schützen. Man kann und muss der Frau zumuten, dass sie einen Umgang mit diesem Schicksalsschlag f…