Alter und Sucht
Holtbernd, T.; · NovaCura, Bern · 2018 · Heft 11 · S. 31 bis 34
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schon das Wort Sucht ist wenig eindeutig und im gesellschaftlichen Sprachgebrauch ein Modewort „aus gesellschaftlichem Bedarf nach Abwertung vermeintlicher Fehlhaltungen und ihrer gemeingefährlichen Weiterungen; er wird über sehr unterschiedliche Phänomenklassen ohne scharfe Abgrenzung ausgestreut.“ (Schmitz 2017, S. 104) Eine Diagnose kann beim Betroffenen erst einen Leidensdruck erzeugen, weil ihm das subjektive Wohlbefinden abgesprochen wird. Umgekehrt kann es sein, dass jemand glaubt, er leide an einer Sucht, obwohl keine eindeutigen Symptome vorliegen. So wird dem einen das Leiden eingeredet und auf der and…