Altgewordene Suchtkranke
Wolter, D. K.; · Gerontologie und Geriatrie, Darmstadt · 2018 · Heft 11 · S. 758 bis 769
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Noch bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jh. wurden Suchterkrankungen als ein Phänomen des jungen und mittleren Erwachsenenalters betrachtet. Entweder, so war die Vorstellung, kommen Suchterkrankungen mit dem Altern zum Stillstand bzw. „wachsen sich aus (Maturing-out-Hypothese) oder sie führen zu so ausgeprägten Folgeschäden, dass die Betroffenen das höhere Alter gar nicht erreichen. Erst allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, dass es auch Jenseits des Pensionierungsalters eine beträchtliche und stetig wachsende Zahl von Menschen mit Suchtproblemen gibt.