Sterbefasten“ und das neue Paradigma selbstbestimmten Sterbens
Rüegger, H.; · Praxis Palliative Care, Hannover · 2018 · Heft 12 · S. 4 bis 9
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Sterbefasten ist eine alte - neuerdings wieder stärker diskutierte Art selbstbestimmten Sterbens im hohen Alter. Sie kann als ein „passiver Suizid verstanden werden und gehört ethisch zur Freiheit des selbstbestimmten Entscheidens eines autonomen Subjekts. Sozialethisch ist allerdings dafür Sorge zu tragen, dass die Beschleunigung des Sterbens durch freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF) nicht unter der Fland zu einem subtilen Druckmittel verkommt, das alten, multimorbiden Menschen suggeriert, durch „sozialverträgliches Frühableben ein rechtzeitiges, „würdiges Sterben verantworten zu sollen.