Irreführende Dramagemenge beidseitiger Thoraxdrainagen nach multiplem Trauma
Sakka, S.G.; Defosse, J.M.; Wappler, F.; Bouillon, B.; Schneider, M.M.; · Anästhesiologie und Intensivmedizin, Erlangen · 2019 · Heft 6 · S. 338 bis 341
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
(38 Charrière, Bülau) wurden ca. 3 Liter Blut evakuiert. Eine Thorakotomie mit Revision war erforderlich, um die paravertebrale und interkostale Blutung zu stillen. Der Patient erholte sich im weiteren Verlauf und konnte am Tag 22 nach Aufnahme von der Intensivauf die Normalstation verlegt werden. Der Fall zeigt, dass geringe kontinuierliche Drainageraten eine thorakale Blutungsquelle nicht sicher ausschließen. Im Falle einer anhaltenden Blutung mit Transfusionspflicht sollten (gegebenenfalls erneut) bildgebende Verfahren wie die Sonographie, Röntgentechniken oder die Computertomographie zum Einsatz kommen.