Nicht über das Sterben reden müssen und nicht loslassen müssen.
Heller, Prof. Dr. A. · Praxis Palliative Care, Hannover · 2020 · Heft 6 · S. 48
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Sterben und Tod setzen ausgesprochene Normativitäten frei, also unmittelbare moralische Erwartungen, wie man sich zum Sterbenden zu verhalten hat. Als Reaktion auf die Tabuisierung des Sterbens wurde die Enttabuisierung nicht nur gefordert, sondern auch zum Erkennungszeichen hospizlich-palliativen Handelns. Über das Sterben und mit den Sterbenden muss gesprochen werden - und zwar über den bevorstehenden Tod. Die Menschen müssen reden über ihr Sterben. Ohne eine Thematisierung des Sterbens keine Aufnahme ins Hospiz. Man geht von der Annahme aus, das Leitbild eines „guten Sterbens“ ist das klare, bewusste offene S…