Maligne Hyperthermie: pharmakologische Therapie – Update 2019
Schuster, F.; Johannsen, S. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2019 · Heft 9 · S. 549 bis 558
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die maligne Hyperthermie (MH) ist eine subklinische, autosomal-dominant vererbte, pharmakogenetische Erkrankung der Skelettmuskulatur, die durch alle klinisch eingesetzten volatilen Anästhetika (Sevofluran, Desfluran, Isofluran) und das depolarisierende Muskelrelaxans Succinylcholin bei disponierten Patienten ausgelöst werden kann. Durch die Einführung von Dantrolen konnte die Sterblichkeit von vorher über 80% auf deutlich unter 10% reduziert werden. Zur initialen Therapie einer MH wird ein Bolus von 2,5 mg/kg Dantrolen bezogen auf das tatsächliche Patientengewicht verabreicht. Abhängig vom klinischen Verlauf mu…