Pathophysiologie und Diagnostik
Uhlig, S.; Frerichs, I. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2008 · Heft 6 · S. 438 bis 446
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Künstliche Beatmung kann das Lungengewebe in Abhängigkeit von Beatmungseinstellungen (Druckamplitude, endexspiratorischer Druck, Frequenz) und Beatmungsdauer schädigen. Insbesondere in den inhomogen geschädigten Lungen von ARDS–Patienten führt alveoläre Überdehnung zum Volutrauma, zyklisches Öffnen und Schließen der Alveolen zum Atelektotrauma. Von besonderer Bedeutung ist wohl, dass diese Vorgänge auch zum Biotrauma, das heißt zu einer beatmungsinduzierten Überaktivierung der pulmonalen Entzündungsantwort führen können. Diese Probleme sind bei der derzeit empfohlenen Beatmung mit 6ml/kg idealisiertes Körpergewi…