Präoperative Eigenblutspende: Nettozuwachs an Erythrozytenmenge oder nur „Verschiebebahnhof” - unter Berück-sichtigung des Eisenstatus
Weisbach, V.; Eckstein, R. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2004 · Heft 10 · S. 650 bis 652
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei der Entnahme von 450 ml Vollblut gehen dem Organismus etwa 200 bis 250 mg Eisen verloren. Hochgerechnet auf eine mehrmalige präoperative Eigenblutspende innerhalb kurzer Zeit resultieren Verluste, die bei weitem die in den Speichern vorhandene Eisenmenge übersteigen können [1]. Bei einem Ferritinwert von 50 Ng/I, der einer Menge an Speichereisen von etwa 570 mg entspricht, kann gerade einmal die Erythropoese nach Spende von 2 Einheiten Eigenblut aus den Eisenspeichern versorgt werden [2]. Über eine normale Mischkost sind, sofern kein manifester Eisenmangel vorliegt, maximal 5 mg Eisen pro Tag zu gewinnen [3]…