Perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP) – Entwicklung und derzeitiger Stand
Lutz Thomas · Krankenhaushygiene up2date · 2008 · Heft 11 · S. E1 bis E23
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die perioperative Antibiotikaprophylaxe (PAP) hat sich als wichtige Maßnahme zur Vermeidung postoperativer Infektionen etabliert. Ursprünglich in den 1960er Jahren eingeführt, basierte sie auf der Erkenntnis, dass präventive Antibiotika vor chirurgischen Eingriffen das Infektionsrisiko senken können. In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Studien durchgeführt, um die optimale Anwendung, Dosierung und Dauer der Antibiotikagabe zu bestimmen. Aktuelle Richtlinien empfehlen eine gezielte Auswahl von Antibiotika, die auf das jeweilige Operationsverfahren und die Patientenrisiken abgestimmt