Genetik der Legasthenie
Grimm, T. · Sprache · Stimme · Gehör · 2011 · Heft 2 · S. e58 bis e66
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Legasthenie (Lese- und Rechtschreibstörung) ist eine der häufigsten Störungen im Kindes- und Jugendalter (Prävalenz um 4–12%). Molekulargenetische Untersuchungen haben gezeigt, dass genetische Einflüsse zweifellos eine wichtige Rolle bei der Entstehung einer Legasthenie spielen. Ist ein Kind in der Familie von einer Legasthenie betroffen, so sind oft auch Geschwister (34–45%) und/oder ein Elternteil (40–46%) betroffen. Mittels molekulargenetischer Untersuchungen wird danach geforscht, welche Gene bei der Entwicklung des Erlernens von Lesen und Rechtschreiben eine Rolle spielen. Gesichert sind bisher 7 Genort…