Schadstoffe hausgemacht
Steinberg, P. · Aktuelle Ernährungsmedizin · 2010 · Heft S 01 · S. S50 bis S52
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Epidemiologische Studien zeigen, dass der Verzehr von stark erhitztem roten Fleisch das Dickdarmkrebsrisiko erhöht. Rotes Fleisch enthält hohe Konzentrationen an Häm, das die Bildung von N-Nitrosoverbindungen im Darm fördert, insbesondere von Nitrosyl-Häm und S-Nitrosothiolen. Diese Verbindungen lassen sich nach dem Verzehr von rotem Fleisch im Stuhl nachweisen. Treffen Nitrosyl-Häm und S-Nitrosothiole im Darm auf die Aminosäure Glycin, entsteht das reaktive Agens Diazoazetat, das zur Modifizierung von DNA-Basen in Dickdarmepithelzellen führt. Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, ob diese DNA-Addukte langfristig z…