Wenn Getreide krank macht
Zimmer, K. · Aktuelle Ernährungsmedizin · 2008 · Heft S 1 · S. S35 bis S38
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Zöliakie ist eine Autoimmunkrankheit, die auf einem Versagen der oralen Toleranz gegenüber Weizen, Roggen, Gerste und Hafer beruht. Es kommt zu einem T-Zell-vermittelten chronisch entzündlichen Prozess, der sich gegen das Dünndarmgewebe richtet und mit einer Atrophie der Darmzotten einhergeht. Auslöser sind Peptide, die bei der enzymatischen Spaltung von Gliadin entstehen. Die Prävalenz beträgt bis zu 1 % der Bevölkerung. Zur Manifestation ist neben einer genetischen Komponente ein weiterer Trigger notwendig. Die Zöliakie kann neben dem Darm auch andere Organe betreffen, etwa die Haut, Leber, Bauchspeicheldr…