Beruf oder Liebhaberei?
Sell, M. · Deutsche Heilpraktiker-Zeitschrift · 2020 · Heft 3 · S. 60 bis 63
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Verursacht eine Heilpraktikerpraxis wiederholt Verluste, die sich steuermindernd durch Verrechnung mit anderen Einkünften (zum Beispiel nichtselbstständige Arbeit oder Kapitaleinkünfte) auswirken, kann das Finanzamt unter bestimmen Voraussetzungen Liebhaberei unterstellen und nachträglich die steuerliche Anerkennung versagen. Eine kostenintensive Prüfungsvorbereitung sowie betriebswirtschaftliches Planen und Handeln bekräftigen die Gewinnerzielungsabsicht als zentrales steuerrechtliches Kriterium. Auf Verluste in Folgejahren müssen erkennbare betriebliche Anpassungen etwa durch Kosteneinsparungen und, wenn weite…