Myokardinfarkt als Lebenschance
Broschmann, D.; Herrmann-Lingen, C. · Ethik in der Medizin · 2022 · Heft 12 · S. 57 bis 75
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung Während einer psychosomatischen Gruppentherapiesitzung kommt es zwischen zwei Patient*innen zu einer Auseinandersetzung: Der 57-jährige Walter B. beharrt darauf, dass infolge seines Infarktes „nichts mehr“ wertvoll sei – schließlich sei „ohne Gesundheit alles nichts“. Überhaupt wisse er nicht, „wozu es sich noch zu leben“ lohne. Schließlich werde er auch in seinem Beruf als Elektrotechniker mit seiner schweren Herzinsuffizienz nicht mehr „Fuß fassen“ können. Aufgrund seiner schnellen Erschöpfbarkeit und durch die vielen Medikamente komme er sich vor wie sein „eigener Opa“. Die 52-jährige Heike M. hatt…