Aufgeschobene Entscheidung?
Harrer, D.; Kaelin, L.; Fuchs, M. · Ethik in der Medizin · 2022 · Heft 8 · S. 627 bis 643
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein Topos in institutionellen Stellungnahmen zu „Genome Editing am Menschen“ ist die Forderung nach einem Moratorium. Dieses soll einerseits dazu dienen, zu einer angemessenen Risikoabklärung zu gelangen, und andererseits einer gesellschaftlichen und ethischen Diskussion hinreichend Raum zu geben, um zu entscheiden, ob die vom Moratorium betroffenen Eingriffe überhaupt grundsätzlich erwünscht sind. Dabei scheint das Moratorium eine kompromisshafte Lösung zu sein, auf die sich die Mitglieder in weltanschaulich pluralen Ethikgremien verständigen können. Die Analyse der zu Genome Editing in den Jahren 2015 bis 2018…