Sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige im medizinischen Ambiente und das Problem von Paternalismus und Täuschung
Wirth, M.; Schmiedebach, H. · Ethik in der Medizin · 2018 · Heft 11 · S. 7 bis 22
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Es ist ein Standard-Verfahren der Medizinethik, auf die Möglichkeit des Missbrauchs solcher Instrumente hinzuweisen, die im lege-artis-Gebrauch legitim sein können. Ein etabliertes Instrument der medizinischen Praxis sind paternalistische Handlungen, die bei geringer Reichweite individueller Entscheidungskompetenz, etwa bei Minderjährigen, verantwortliches Handeln absichern sollen. In der bisherigen Debatte wird Paternalismus als Problem eines ungerechtfertigten oder übermäßigen Gebrauchs („Paternalismus-Exzess“) diskutiert. Bislang erscheint in der medizinethischen Paternalismus-Debatte das Problem des scheinba…