Der Wunsch des Patienten – ein eigenständiger normativer Faktor in der klinischen Therapieentscheidung?
Alt-Epping, B.; Nauck, F. · Ethik in der Medizin · 2011 · Heft 8 · S. 19 bis 28
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
EinleitungDie klinische Therapieentscheidung beruht in der Regel auf einer zugrunde liegenden ärztlichen Indikationsstellung einerseits und einer (nachgeschalteten) autonomen Zustimmung oder Ablehnung des Patienten zu der vorgeschlagenen Maßnahme andererseits [15]. Dieser zweischrittige Prozess ist seitens der normativen Fachdisziplinen wie Medizinethik, Philosophie oder Recht ausführlich begründet, und im klinischen Alltag in Bezug auf verschiedene konkrete, besonders problematische Entscheidungssituationen verschiedentlich operationalisiert (z. B. [19]). Der vorliegende Beitrag beschreibt und diskutiert möglic…