Anthropologische Medizin als klinische Wissenschaft
Gahl, K.P.G. · Ethik in der Medizin · 2011 · Heft 1 · S. 67 bis 71
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Anthropologische Medizin (AM) i. S. Viktor von Weizsäckers sieht grundlegende Selbsterfahrungen des Menschen (Leiblichkeit, Zeitlichkeit u. a. ) für den Umgang von Arzt und Krankem als zentral. Sie ist offen für die leiblich-seelische Betroffenheit, für die mögliche Stellvertretung des Physischen und Psychischen und sieht den Kranken als Subjekt und Objekt, das sich selbst zugleich Subjekt und Objekt ist. „Umgangslehre“ kennzeichnet AM als Handlungswissenschaft, die der „Doppelstruktur sachlicher und personaler Entsprechung von Mensch in Not und Mensch als Helfer bzw. Krankheit und Medizin“ folgt. Sie unterschei…