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Zwischen Todesverdrängung und -integration. Ambivalenzen moderner Medizin

Haucke, K. · Ethik in der Medizin · 2010 · Heft 7 · S. 331 bis 340

Dokument
290551
CareLit-ID
Jahr
2010
Publikation
PDF
nein
Metadaten
DOI
zitierfähig

Bibliografische Angaben

Zeitschrift
Ethik in der Medizin
Autor:innen
Haucke, K.
Ausgabe
Heft 7 / 2010
Jahrgang 22
Seiten
331 bis 340
Erschienen: 2010-07-27 16:34:00
ISSN
1437-1618
DOI

Zusammenfassung

Dass unsere Gesellschaften den Tod verdrängen, ist eine weit verbreitete Überzeugung. Sie lässt sich jedoch soziologisch weder belegen noch widerlegen: A) Die Moderne ist sich des Todes wohl bewusst. Zum einen kennt sie aufgrund ihrer funktionalen Differenzierung viele Todesbilder. Zum anderen ist sie stark individualisiert, so dass der Tod eine neue Bedeutung gewinnt. Er wird zum irreversiblen Verlust einer unersetzbaren und in sich wertvollen Person. B) Die Moderne wird aber auch als todesverdrängend erlebt, insofern viele ihrer Todesbilder diesen individuellen Tod ignorieren. Diese Ambivalenzen lassen sich in…

Schlagworte

TOD MEDIZIN GESELLSCHAFTEN LOGIK ORIENTIERUNG NATURWISSENSCHAFTEN Ethik in der Medizin