Wille oder Indiz für mutmaßlichen Willen?
Mona, M. · Ethik in der Medizin · 2008 · Heft 9 · S. 248 bis 257
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Erleichtert die Konzeptualisierung der Patientenverfügung als bloßes Indiz für den mutmaßlichen Willen die notwendige Einbeziehung eines relationalen Autonomieverständnisses in eine zunehmend kulturübergreifende Bioethik? Ich lege dar, dass die Berücksichtigung relationaler Autonomiekonzepte kein überzeugendes Argument für die Bestimmung der Patientenverfügung als bloßes Indiz für den mutmaßlichen Willen ist, sondern vielmehr – neben einer Reihe anderer Argumente – für die Patientenverfügung als verbindliche Willensbekundung spricht. Diese erweist sich als flexibel genug, um unterschiedlichen Formen von Autonomi…