Einstellungen, Sozialräume und Wandlungsprozesse
Weyers, S. · Prävention und Gesundheitsförderung · 2013 · Heft 9 · S. 219 bis 220
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Paradigma der sozialen Determinanten der Gesundheit [2] führt eine Diskussion fort, die Soziologen schon seit geraumer Zeit bemühen. In den 1980er Jahren hat Bourdieu [1] sehr eindrucksvoll gezeigt, dass das Aufwachsen in Lebensbedingungen bestimmter sozialer Klassen automatisch und unbewusst Denk-, Wahrnehmungsund Bewertungsschemata im Alltagsverhalten entstehen lässt. Dieser „Habitus“ äußert sich auch in klassenspezifischen gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen wie Sport oder Ernährung – ein Befund, der seither von Sozialepidemiologen vielfach repliziert wurde. Zu einer ähnlichen Zeit hat die Weltgesundhe…