Geschlechtersensible Sprache in der Hebammenarbeit: Wie viel sprachliche Geschlechterneutralität verträgt sich mit dem Schutz der Vulnerabilität von Müttern und ihren Kindern?
Prof. Dr. Striebich, S. ; Prof. Dr. Plapperrt, C. · ZEITSCHRIFT FÜR HEBAMMENWISSENSCHAFT · 2023 · Heft 1 · S. 15 bis 20
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Hintergrundsprache stellt ein Kommunikationsinstrument zwischen Menschen dar und ist Ausdruck und Träger von Kultur [46]. Sie wird dadurch zum Spiegel einer Gesellschaft, ihrer Haltungen, Einstellungen und Überzeugungen. Sprache ist aber auch ein Werkzeug, mit dem Wirklichkeit hergestellt und geprägt wird und beeinflusst die Emotionen des Empfängers [51]. In diesem Bewusstsein verwenden Hebammen in ihrer Arbeit zunehmend bewusst andere Worte für tradierte, aber wertende oder gewaltvolle Begriffe wie „Presswehen“, „Milcheinschuss“, „Blasensprengung“ und „Austreibungsphase“. Eine achtsame Sprache gegenüber werdend…