Zum Wünschen von Angehörigen
Dr. Fischer, D. · Menschen. · 2018 · Heft 3 · S. 62 bis 67
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Natürlich kann man vernünftig sein und sich der Wirklichkeit, wie sie sich zeigt, fügen. Und trotzdem sind jene Menschen zu bedauern, denen das Wünschen abhandengekommen ist – das müssen keineswegs nur alt gewordene oder kranke sein. Eine betroffene Mutter erzählte mir von ihrer fünfjährigen Tochter Maria, die sie im letzten Jahr ins Kinderzimmer schickte, um dem Christkind einen Wunschzettel zu „schreiben“. Als sie längere Zeit nichts hörte, sah sie sich nach ihr und fand sie bitterlich weinend über ihrem weißen Papier und die Buntstifte in der Hand sitzend: Mama, ich weiß nicht, was ich mir wünschen soll, ich…