Beatmungstherapie beim ARDS - was ist gesichert?
Ziegenfuß, T. · intensiv · 2005 · Heft 4 · S. 164 bis 173
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In vielen Kliniken hatte sich bereits seit Anfang der 1990er-Jahre eine sog. „lungenprotektive” Beatmung mit kleinen Hubvolumina (LTVV) unter Inkaufnahme eines Anstiegs des Kohlendioxidpatialdrucks („permissive Hyperkapnie”) etabliert, ohne dass es randomisierte prospektive Studien (RCTs) gab, die die Überlegenheit dieses Vorgehens zeigten. Eine solche wurde erst im Jahr 1998 publiziert; allerdings zeigten 3 weitere im selben bzw. folgenden Jahr veröffentlichte RCTs keine Überlegenheit einer LTVV. Seit jedoch eine große amerikanische Studie einen klaren Überlebensvorteil für die LTVV-Gruppe zeigte, gilt die Über…