„Schließlich wird den wenigsten ein Tod ohne Sterben zuteil!” (Thomas Bernhard)
Kliesch, S.; Markmeyer, I.; Pope, M.; Siemann, S. · intensiv · 2001 · Heft 4 · S. 176 bis 183
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die offensichtliche Häufung von ethischen Fragestellungen in Grenzbereichen am Ende des Lebens auf einer Intensivstation veranlasst uns, das multidisziplinäre Gespräch zu suchen und weiterzuführen. Pflegende erleben Entscheidungen zur Begrenzung oder Weiterführung einmal begonnener therapeutischer Maßnahmen zunehmend als fragwürdig: „Muss das denn noch sein? Das ist doch menschenunwürdig!” Diese Äußerungen von Kollegen drücken ihre außerordentlichen psychohygienischen Belastungen aus: Angst und Hilflosigkeit um die gelingende Sorge für den anvertrauten Menschen. Sie verdeutlichen zudem die moralische Verunsicher…