Neostigmin und Insuffizienz intestinaler Anastomosen
Buzello, W.; Krieg, N.; Brobmann, G.F. · AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie · 2008 · Heft 2 · S. 81 bis 85
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Eine Studie aus dem Jahre 1968 weist eine Steigerung der Häufigkeit von Rupturen nach ileorektalen Anastomosen auf das Neunfache der Kontrollwerte aus, wenn ein Kurareüberhang durch Neostigmin antagonisiert wurde. Spätere Studien konnten diese Befunde nicht bestätigen, obgleich die intestinalen Nebenwirkungen des Neostigmins im Prinzip außer Frage stehen. Aufgrund tierexperimenteller Befunde und klinischer Beobachtungen darf in der Regel davon ausgegangen werden, daß technisch einwandfrei ausgeführte Anastomosen am gesunden Darm der neostigminbedingten Hyperperistaltik standhalten. Ausnahmefälle können jedoch ni…