Konstitutive Grenzüberschreitung im Pflegealltag*
Hofmann, I. · intensiv · 2001 · Heft 6 · S. 251 bis 254
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Grenzüberschreitungen in der Pflegearbeit sind konstitutiv, d. h. unvermeidlich. Gleichzeitig lösen Grenzüberschreitungen insbesondere im physischen und/oder psychischen Intimbereich in der Regel Schamgefühle aus. Davor versuchen sich die Menschen zu schützen. Die Gefühle werden entweder verdrängt oder aggressiv abreagiert. Besonders große Abwehr zeigt sich dort, wo das Tabu „Sexualität” in der Pflege in irgendeiner Form gebrochen wird. Pflegende reagieren meist sehr heftig, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen ein Patient „zu nahe” kommt. Umgekehrt zeigen sie überraschend häufig Verständnislosigkeit, wenn Pati…