Stillen und mögliche Geschmacksprägung
Kersting, M.; Sievers, E. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2018 · Heft 6 · S. 971 bis 976
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Muttermilch bietet neben spezifischen nutritiven und funktionellen Vorteilen auch eine größere sensorische Variabilität als industriell hergestellte Säuglingsnahrung. Geruchsund Geschmacksstimuli aus der Ernährung der Mutter können schon pränatal in das Fruchtwasser und postnatal in die Muttermilch übergehen und vom Fetus und Säugling wahrgenommen werden. Dem Stillen wird eine „Brückenfunktion“ von der pränatalen sensorischen Exposition zur Geschmacksvielfalt der Beikost und anschließenden Kinderund Familienernährung zugesprochen. Es fehlen aber überzeugende Daten, um diese Annahme zu bestätigen. Die notwendigen…