Sterben und Tod im gesellschaftlichen Wandel
Heller, A.; Wegleitner, K. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2016 · Heft 11 · S. 11 bis 17
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Einleitung Der moderne Tod hat nichts, das ihm Transzendenz verleiht oder sich auf andere Werte bezieht. (…) In einer Welt der Tatsachen ist der Tod nur eine Tatsache mehr. Da er aber eine unangenehme Tatsache ist, (…) versucht die ‚Philosophie des Fortschritts‘ (…) seine Existenz hinwegzuzaubern [1]. Der mexikanische Weltliterat Octavio Paz zeichnet das Bild einer modernen, aufgeklärten und naturwissenschaftlich orientierten Welt, in der transzendente Bezüge – selbst im Sterben – und der Tod, als einbremsender „Betriebsunfall“ des Alltags, keinen Platz mehr finden. In Reaktion auf die wuchtige, kollektiv trauma…