Zöliakie
Schuppan, D. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2016 · Heft 6 · S. 827 bis 835
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Zöliakie wird durch den Verzehr glutenhaltiger Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste) hervorgerufen. Mit einer Prävalenz um 1 % ist sie die häufigste nichtinfektiöse chronisch-entzündliche Erkrankung des Darmes weltweit. Sie kann sich in jedem Alter manifestieren: klassisch mit Bauchschmerzen, Diarrhoe, Gedeihstörungen oder Gewichtsverlust, überwiegend jedoch mit indirekten Auswirkungen einer Malabsorption (Anämie, Osteoporose) oder mit assoziierten Autoimmunerkrankungen, z. B. der Bauchspeicheldrüse (Typ-1-Diabetes), der Schilddrüse oder der Haut (Dermatitis herpetiformis). Die Pathogenese der Zöliakie i…