Nachweis von Viren im Rohwasser als Grundlage einer Risikoabschätzung
Selinka, H.; Botzenhart, K.; Feuerpfeil, I.; Puchert, W.; Schmoll, O.; Szewzyk, R.; Willmitzer, H. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2011 · Heft 4 · S. 496 bis 504
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Humanpathogene Viren können über fäkale Verunreinigungen in Oberflächengewässer gelangen. Die deutsche Trinkwasserverordnung [14] fordert, dass Krankheitserreger im Trinkwasser nicht in Konzentrationen enthalten sein dürfen, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit verursachen. Da viele Viren eine sehr niedrige Infektionsdosis haben, ist es wichtig, dass sie bei der Trinkwasseraufbereitung im ausreichenden Maße entfernt werden. Trinkwasserbedingte Virusepidemien traten in Europa in den letzten Jahrzehnten nur bei Nichteinhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Trinkwassergewinnung auf. Das angestrebt…