Sexuelle Sucht?
Briken, P.; Basdekis-Jozsa, R. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2010 · Heft 3 · S. 313 bis 318
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Bei einer sexuell süchtigen Symptomatik mit Störungscharakter sollten deviante (Paraphilien) von nichtdevianten Formen unterschieden werden. Für die nichtdevianten Formen wird von den Autoren der Terminus Paraphilie-verwandte Störung verwendet. Ätiologisch ist eine Interaktion von erhöhter biologischer Vulnerabilität, Bindungsund Beziehungsstörungen, Störungen der Affektregulation und Kontrolle sexueller Erregbarkeit von Bedeutung. Es gibt Menschen, die auf Depressivität und Ängstlichkeit eher mit Steigerung sexueller Erregbarkeit reagieren und mit sexueller Aktivität versuchen, negative Emotionen zu bewältigen.…