Ätiopathogenese der unipolaren Depression
Brakemeier, E.; Normann, C.; Berger, M. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2008 · Heft 3 · S. 379 bis 391
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Obwohl affektive Erkrankungen seit Jahrzehnten intensiv untersucht werden, besteht überraschend großer Forschungsbedarf bezüglich ihrer Ätiopathogenese. So existiert zwar eine Fülle an neurobiologischen und psychosozialen Erklärungsansätzen, jedoch sind viele der in ihnen postulierten ursächlichen Faktoren noch nicht befriedigend empirisch bewiesen und in übergreifende Modelle integriert. Am besten belegt ist bisher, dass die genetische Belastung eine entscheidende Rolle spielt. Es wird jedoch lediglich die Vulnerabilität für die Erkrankung vererbt, d. h., eine Depression kann sich selbst bei einer entsprechende…