Geschlechtsunterschiede bei dissoziativen Störungen
Spitzer, C.; Freyberger, H.J. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2008 · Heft 1 · S. 46 bis 52
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Das Verhältnis zwischen psychischen Erkrankungen und biologischem wie soziokulturellem Geschlecht hat die Medizin seit der Antike beschäftigt. Prototyp eines vermeintlich frauenspezifischen Leidens ist die Hysterie; bereits der Begriff (von griechisch hystera) verweist auf eine psychosexuelle Dimension, in der die Einstellung zur Sexualität und das gesellschaftlich herrschende Geschlechterverhältnis zum Ausdruck kommen. Die wechselvolle Geschichte der Hysterie zeigt zudem, dass Krankheit keineswegs rein biologisch determiniert ist, sondern in erheblichem Umfang durch soziokulturelle Einflüsse geprägt wird, etwa…