Schulverweigerung
Lehmkuhl, U.; Lehmkuhl, G. · Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz · 2004 · Heft 9 · S. 890 bis 895
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Schulverweigerung stellt keine diagnostische Entität dar, sondern ist ein Symptomenkomplex mit vielfältigen Bedingungsfaktoren. Mit einer Prävalenz von ca. 5% aller Schulkinder lassen sich 3 typische Gruppen von ängstlichen Schulverweigerern differenzieren: Kinder mit Trennungsangst, mit einfacher und sozialer Phobie sowie mit ängstlichem und/oder depressivem Verhalten. Bei den ängstlichen Schulverweigerern treten überzufällig häufig depressive Symptome und Trennungsangst auf, während Schulschwänzen eng mit Sozialstörung, Depression und oppositionellem Verhalten assoziiert ist und vorwiegend Jungen betrifft. An…