Organtransplantation ohne „Hirntod”-Konzept?
in der Schmitten, J. · Ethik in der Medizin · 2002 · Heft 6 · S. 60 bis 70
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Truog hat eine brillante Zuspitzung der US-amerikanischen Kritik am „Hirntod”-Kriterium vorgelegt; sein kaum begründeter Vorschlag, Organtransplantationen durch (stellvertretende) Zustimmung bei Menschen mit „irreversibler Bewusstlosigkeit” und „unmittelbar bevorstehendem Tod” zu legitimieren, hält einer kritischen Überprüfung jedoch nicht stand und scheint denen in Deutschland recht zu geben, die im Rahmen der Transplantationsgesetzgebung (1996) mit Blick auf den (gescheiterten) alternativen Gesetzentwurf vor einem Dammbruch zur aktiven Euthanasie warnten. Dieser Aufsatz kritisiert Truogs Vorschlag und zeigt, w…