Über die Einheit des Menschen aus ärztlicher Sicht
Gahl, K. · Ethik in der Medizin · 1999 · Heft 3 · S. 2 bis 11
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Dem ärztlichen Handeln kann sich die phänomenale Einheit des Menschen in den drei Schritten der körperlichen Untersuchung, der Anamnesenerhebung und der Therapie erschließen. Die Leiblichkeit ist dem Menschen Organ (potentiell auch personaler) Selbstempfindung, auch möglicher selbstempfundener Einheit und Identität. Sofern der Leib als auf seine Gegenständlichkeit (Objektivierbarkeit) reduzierter Körper untersucht (diagnostiziert) wird, bedarf es der sachund wertorientierten Begründung (der Indikation). Der Kranke ist als Subjekt, als Akteur seiner Leiblichkeit wie seiner Krankheit zu achten. Die Anamnesenerhebu…