Punktprävalenzrate nur eingeschränkt sinnvoll
Stausberg, J. · Deutsches Ärzteblatt · 2025 · Heft 4 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse (UE) wird gerne über Querschnittsuntersuchungen ermittelt. Die berechnete Punktprävalenzrate gibt den Anteil von Patientinnen und Patienten an, die gleichzeitig ein UE aufweisen. Laut Aghdassi et al. sind von 100 Patientinnen und Patienten 3 – 4 gleichzeitig von einer nosokomialen Infektion betroffen (Inhouse-NI) (1). Diese Angabe bestimmt den Ressourcenbedarf im Krankenhaus. Zur Beurteilung der Patientensicherheit ist die Punktprävalenzrate jedoch nur eingeschränkt sinnvoll. Wichtiger ist das Risiko eines stationär aufgenommenen Patienten für ein UE. Dies lässt sich über…