Lungenarterienembolie bei COVID-19 trotz Thromboseprophylaxe
Geerdes-Fenge; Reisinger, E.C.; Arndt, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2020 · Heft 17 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Ein 39-jähriger Mann ohne Vorerkrankungen wurde wegen COVID-19 stationär aufgenommen, nachdem er sechs Tage Symptome hatte. Er zeigte bilaterale Infiltrate und erhielt eine Thromboseprophylaxe mit Enoxaparin. Nach zehn Tagen war er fieberfrei und hatte eine gute Oxygenierung. Am Tag vor der Entlassung klagte er plötzlich über starke atemabhängige Schmerzen. Die D-Dimere waren erhöht. Eine Computertomografie ergab eine bilaterale Lungenarterienembolie sowie COVID-19-typische Milchglasinfiltrate. Die Infarktpneumonie wurde antibiotisch behandelt, und der Patient benötigte für zwei Tage