Psychosomatische Sichtweise fehlt
Nolte, S.H. · Deutsches Ärzteblatt · 2019 · Heft 29 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Miktionsstörungen, wie Einnässen und Inkontinenz, sind bei Kindern häufig und können auch bei Mädchen zu wiederkehrenden Harnwegsinfektionen führen. Der psychosomatische Aspekt, insbesondere das Spannungsfeld zwischen dem Kontrollwunsch der Eltern und den Autonomiebestrebungen der Kinder, wird jedoch oft vernachlässigt. Dies gilt auch für die S2k-Leitlinie „Enuresis und nicht-organische (funktionelle) Harninkontinenz bei Kindern und Jugendlichen“ der AWMF, die diesen interaktionellen Faktor nicht ausreichend berücksichtigt. Eine umfassendere Betrachtung dieser Dynamik könnte zu besseren