An urogenitale Bilharziose und Tuberkulose denken
Richter, J.; Müller, K.; Equihua-Martinez, G.; Lindner, A.K. · Deutsches Ärzteblatt · 2019 · Heft 11 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der Artikel hebt die Bedeutung der urogenitalen Bilharziose und Tuberkulose als infektiöse Ursachen für scheinbar „sterile“ Hämaturien, insbesondere bei Flüchtlingen und Migranten, hervor. Eine Studie zeigt eine Bilharzioseprävalenz von fast 25 % bei minderjährigen Flüchtlingen aus Afrika südlich der Sahara. Zudem wurde festgestellt, dass Blasenbilharziose seit 2014 auch in Südkorsika erworben werden kann. Der Verdacht auf Bilharziose kann durch serologische Tests in spezialisierten Laboren erhärtet und durch den Nachweis von Wurmeiern im Urin bestätigt werden. Auch urogenitale Tuberkulose