Irreversibler Hirnfunktionsausfall – sicheres Todeszeichen?
Parzeller, M.; Zedler, B.; Verhoff, M.A. · Deutsches Ärzteblatt · 2019 · Heft 6 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Der irreversible Hirnfunktionsausfall (IHA) wird oft als „biologisches Lebensende des Menschen“ bezeichnet, was jedoch nicht mit der thanatologischen Definition des biologischen Todes, dem Absterben der letzten Zelle, übereinstimmt. Diese Gleichsetzung ist nicht zulässig. Der Text verdeutlicht dies anhand der Funktion der Hirnanhangsdrüse, die auch im Zustand des IHA weiterhin aktiv sein kann. Dies zeigt, dass der IHA nicht automatisch das Ende aller biologischen Funktionen bedeutet und somit nicht als sicheres Todeszeichen betrachtet werden kann. Die Differenzierung zwischen IHA und