Funktionsstörung ist nicht gleich Schädigung
Raeder, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2017 · Heft 17 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) ist ein entscheidendes objektives Maß für die Schwere der Niereninsuffizienz und steht in direktem Zusammenhang mit dem Herzzeitvolumen. Eine Niereninsuffizienz resultiert selten aus schwerer Nierenschädigung, sondern kann auch bei Nierengesunden auftreten. Die GFR spiegelt nicht nur die Nierenfunktion wider, sondern auch die Schwere einer Herzinsuffizienz, die durch ein unzureichendes Pumpvolumen des Herzens gekennzeichnet ist. Das Stadium der Niereninsuffizienz kann niemals geringer sein als das der Herzinsuffizienz. Zudem wird die Unterscheidung