Zur Pathogenese
Hammerstein, W. · Deutsches Ärzteblatt · 2016 · Heft 18 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Frühgeborenenretinopathie ist eine Erkrankung, die durch chronische retinale Hypoxie in den ersten Lebensmonaten verursacht wird. Diese Hypoxie resultiert aus hohen Konzentrationen fetaler Erythrozyten mit fetalem Hämoglobin, das eine höhere Sauerstoffaffinität aufweist. Sichtbare Anzeichen sind retinalen Neovaskularisationen. Der Zeitpunkt des Auftretens, die Dauer, Häufigkeit, Schwere und mögliche Regression der Erkrankung stehen in direktem Zusammenhang mit der Präsenz von fetalen Erythrozyten und Hämoglobin. Bei reifen Neugeborenen, bei denen die Umstellung auf adultes Hämoglobin