Prävalenz nur geschätzt
Henker, J.; Conrad, K. · Deutsches Ärzteblatt · 2016 · Heft 13 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Studie zur Zöliakieprävalenz gibt einen Wert von 0,9 % an, jedoch ist die Methodik kritisch zu hinterfragen. Der Begriff „Zöliakieprävalenz“ wird irreführend verwendet, da lediglich die Häufigkeit positiver Transglutaminase-Antikörper (tTG-AK) untersucht wurde. Gemäß der ESPGHAN-Richtlinie sollte auch der Nachweis von Endomysium-Antikörpern (EmA-AK) erfolgen, um die Diagnose zu sichern. In der Studie wurden nur tTG-AK bestimmt, was die Sensitivität und Spezifität der Ergebnisse beeinträchtigt. Eine realistischere Prävalenz von 0,4 % ergibt sich bei Berücksichtigung der EmA-AK. Zudem