Interessiert sind nur die Krankenkassen
Mengersen, R. · Deutsches Ärzteblatt · 2015 · Heft 8 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Autoren kritisieren die mangelhafte Qualität der Studien zu Disease-Management-Programmen (DMPs), die aufgrund kleiner Probandenzahlen und fehlender Kontrollen keine belastbaren Aussagen zulassen. DMPs sind für Ärzte unattraktiv, da sie zusätzliche Dokumentationsarbeit erfordern, während die finanzielle Vergütung von 10 € pro Patient und Quartal den Aufwand nicht deckt, insbesondere bei älteren, mobilitätsgestörten Patienten. Die meisten Versicherten zeigen kein Interesse an DMPs, da sie die notwendige Versorgung auch ohne diese erhalten. Das Hauptinteresse liegt bei den Krankenkassen,