Auf Familienanamnese achten
Morlot, S.; Auber, B.; Hille-Betz, U.; Pertschy, S.; Steinemann, D.; Schlegelberger, B. · Deutsches Ärzteblatt · 2014 · Heft 22 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
Die Autoren betonen, dass junge Frauen, die ein Hodgkin-Lymphom in der Kindheit oder Jugend behandelt wurden, ein ähnliches Risiko für Brustkrebs aufweisen wie Frauen mit erblichen BRCA1/2-Mutationen. Eine 36-jährige Patientin, die nach einer Hodgkin-Therapie Brustkrebs entwickelte, zeigte in ihrer Familienanamnese gehäufte Krebserkrankungen. Eine genetische Untersuchung ergab eine pathogene Mutation im BRCA1/2-Gen. Trotz fehlender prospektiver Studien zu Mutationen bei Brustkrebs nach Hodgkin-Lymphom ist bekannt, dass diese Mutation das Risiko für weitere Krebserkrankungen, insbesondere