Übermäßige Therapie mit Antikoagulanzien
Sroka, H. · Deutsches Ärzteblatt · 2013 · Heft 31 · S. 1 bis 1
Bibliografische Angaben
Zusammenfassung
In den letzten Jahren hat sich in der Praxis eine signifikante Zunahme der Antikoagulationstherapie gezeigt, insbesondere bei Patienten mit Vorhofflimmern. Sowohl niedergelassene als auch stationäre Kardiologen verordnen häufig Phenprocoumon, Warfarin und neue orale Antikoagulanzien (nOAK) gemäß den Leitlinien. Dabei werden jedoch wichtige Faktoren wie die Lebenserwartung, der mentale Zustand der Patienten und die Praktikabilität der Therapie oft nicht ausreichend berücksichtigt. Dies wirft Fragen zur Angemessenheit der Therapie und zu den individuellen Bedürfnissen der Patienten auf.